|

Urlaub genießen – 12 Tipps zur Entspannung und Erholung im Urlaub

Den Urlaub ganz entspannt genießen?

Endlich ist der ersehnte Urlaub da. Deine Auszeit ruft. Damit der Urlaub aber auch wirklich erholsam ist und du deine Batterien wieder füllen kannst, gibt es tatsächlich einige Punkte zu beachten.

Es gibt einiges, dass du dafür tun kannst, um den Urlaub zu genießen, dich wirklich zu entspannen und erholt wieder in den Alltag zu starten.

Urlaub genießen

Wieso ist Urlaub überhaupt so wichtig für uns?

Kurz gesagt: du brauchst Erholungsphasen, um einen Ausgleich zum Alltagsstress zu schaffen. Von „Erholung“ spricht man in der Stressforschung, wenn Körper und Geist Phasen zur Regeneration bekommen.

Im Alltag hast du ständig ein gewisses Stresslevel, das dafür sorgt, dass du alle Aufgaben gut bewältigen kannst. Das ist völlig normal und auch gut so. Dein Körper ist angespannt, Energie wird bereitgestellt und du kannst Leistung erbringen.

Aber genauso braucht dein Körper dann Phasen der Entspannung, in denen die Systeme wieder runterfahren und regenerieren können. Das nennt man dann „Erholung“.

Wichtig ist, dass Erholung und Entspannung etwas ganz individuelles sind. Damit ist nicht „passives Rumliegen“ gemeint. Zum Beispiel erholt sich die eine durch Ausruhen und ruhige Tätigkeiten, die andere durch Action und Geselligkeit.

Regelmäßige Erholungsphasen sind notwendig, um deine Gesundheit und deine Leistungsfähigkeit zu erhalten. Du brauchst sie also, damit es dir langfristig gut gehen kann und die Energie für deinen Alltag hast.

Es geht also um Stressabbau und Regeneration.

Unterschieden wird beim Stressabbau in zwei Typen der Erholung – regelmäßige Phasen der Erholung im Alltag und längere Phasen der Erholung, wie wir sie im Urlaub haben. Wenn du mehr über Stressabbau im Alltag lesen möchtest, dann schaue in diesem Artikel.

Urlaub genießen – schon vor dem Urlaub geht’s los!

Vieles, um den Urlaub richtig zu genießen und dich zu erholen, kannst du tatsächlich schon vor dem Urlaub tun. Es gibt einige Punkte zu beachten, damit du wirklich entspannt in den Urlaub starten kannst und der Urlaub nicht selbst noch zum Stressfaktor wird.

Urlaub genießen

Plane den richtigen Urlaub, um zu entspannen und genießen!

Klingt erst einmal simpel, wird aber leider in der Realität immer wieder missachtet. Grundlegend sind folgende Fragen: Wie entspanne ich im Urlaub? Was brauche ich, um den Urlaub zu genießen?

Wie schon festgestellt, entspannt jeder Mensch anders. Und da ist es ganz wichtig, dass du für dich das suchst, was dir guttut. Und nicht, weil es vielleicht jeder so tut oder ihr schon immer so Urlaub gemacht habt. Ist es die Fernreise mit spannenden Aktivitäten und Entdeckungen jeden Tag? Die Ferienwohnung am Strand oder in den Bergen? Oder der all-inclusive Urlaub, bei dem du dich um nichts kümmern musst? Brauchst du Action und Sport oder möchtest du am liebsten den ganzen Tag mit einem Buch am Pool liegen? Soll es richtig warm sein? Möchtest du viel Zeit alleine haben oder lieber mit vielen Menschen unterwegs?

Wenn du mit anderen Menschen zusammen in den Urlaub fährst, ist es wichtig, diese Fragen gemeinsam zu beantworten. Damit auch jeder sich einbringen kann und man, wenn nötig, schon in dieser Phase gute Kompromisse finden kann.

Womit wir zum nächsten Punkt kommen:

Kläre vorher alle Erwartungen ab! Vor allem die eigenen!

Nur so kannst du wirklich den Urlaub genießen.

Die größten Enttäuschungen und Stressfaktoren im Urlaub haben tatsächlich mit nicht erfüllten und zu hohen Erwartungen zu tun.

Dabei spielen sowohl die eigenen Erwartungen als auch die gemeinsamen Erwartungen eine Rolle.

Viele Menschen neigen dazu, sich für den Urlaub zu viel vorzunehmen. Schließlich hat man frei und vieles, was man sonst nicht schafft, wird „in die Urlaubszeit“ gepackt.

Was nimmst du dir alles für den Urlaub vor? Jeden Tag relaxen, Sport machen, 10 Bücher lesen, lecker kochen, lange schlafen, viele Ausflüge machen, Zeit für dich haben, viel Familienzeit, usw.

Aber auch im Urlaub hat der Tag 24 Stunden. Und packst du diese zu voll, ist der Stress vorprogrammiert. Und es ist nicht realistisch, in 2 Wochen Urlaub 10 dicke Bücher zu lesen – es sei denn, du machst den ganzen Tag nichts anderes. Das habe ich nun schon mehrfach selber feststellen müssen 😉Wichtig ist, ich meine damit nicht, dass du keine Erwartungen haben sollst an deinen Urlaub. Aber bitte: ganz realistisch überprüfen! Denn sonst ist nicht Erholung im Urlaub, sondern Enttäuschung und schlechtes Gewissen vorprogrammiert.

Welche Erwartungen haben andere an den Urlaub?

Wenn du nicht alleine in den Urlaub fährst, werden deine Mitfahrer – häufig ja die Familie – auch mit bestimmten Erwartungen in den Urlaub fahren.

Kultur oder Rumliegen? Stadtbummel oder Strand? Action oder lesen? Kochen oder bekochen lassen?

Stimmt euch miteinander ab: wer möchte was machen? Wem ist was wichtig? Wo gibt es Überschneidungen? Wo ist es gut, Kompromisse zu finden? Was ist gemeinsame Zeit? Welche Zeit braucht jeder für sich?

Da wir die Gedanken des anderen nicht lesen können, ist es sehr wichtig, sich hierüber rechtzeitig austauschen. Nichts schlimmer als selber genervt zu sein, weil man viel erleben will und der Rest der Familie „nur faul rumliegt“ – oder andersherum. Also: absprechen! Damit auch jeder die Möglichkeit hat, im Urlaub zu entspannen und zu erholen. Denk dran: jede braucht etwas anderes, um sich zu erholen!

Stresslevel vorher runterfahren

Kennst du das auch? Du hast Urlaub und wirst erst einmal krank. Das liegt daran, dass dein Immunsystem unter Stress ersteinmal richtig hoch fährt – und dann, wenn der Stress abfällt, wieder runter fährt. Deswegen ist es so wichtig, dass du schon vor dem Urlaub darauf achtest, nicht mit Volldampf bis zur letzten Minute alles zu erledigen. Gerade in Familien fällt vor dem Urlaub besonders viel an und der Mental Load steigt immens.

Wie kann das gelingen?

  • Plane dir bei der Arbeit weit im Voraus Zeit für die Urlaubsvorbereitung und Urlaubsübergabe ein. Häufig ist es ja so, dass es vor dem Urlaub noch mehr zu tun gibt. Dringende Termine müssen gemacht werden, die Urlaubsübergabe vorbereitet werden. Streiche Termine kurz vor dem Urlaub. Frage dich jetzt noch mehr: was ist wirklich wichtig?
  • Plane im Besonderen auch die privaten Urlaubsvorbereitungen in den Kalender ein: gerade mit Familie bleibt ja der Alltag nicht stehen, nur weil es in den Urlaub geht. Es müssen sogar zusätzliche Aufgaben erledigt werden. Das braucht Zeit. Macht euch rechtzeitig Gedanken über die anfallenden Aufgaben: wer besorgt was, wann wird die Wäsche gewaschen, wer packt wann die Koffer, usw. Lade vor allem dir nicht alles auf, sondern teile die Belastungen auf!
  • Fokussiere dich auf das, was wirklich wichtig ist vor dem Urlaub. Es muss nicht alles vorher erledigt werden, manches kann auch getrost warten. Wichtig ist nur, dass du während des Urlaubs nicht die ganze Zeit im Kopf wälzen musst, was zu Hause noch zu erledigen ist. Deswegen am besten vorher alles auf einen Zettel schreiben, dann wird nichts vergessen und der Kopf ist wieder frei – egal, ob es sich um Arbeitsaufgaben oder private Dinge handelt.
  • Wenn du kannst, starte nicht am ersten freien Tag sofort in den Urlaub. Besser ist, wenn du langsam starten kannst.

Fange rechtzeitig mit den Urlaubsvorbereitungen an

Dies ist ein ganz wichtiger Baustein, um nicht kurz vor dem Urlaub in großen Zeitstress zu geraten.

Damit nicht alles kurz vor knapp kommt, fange am besten ein paar Wochen vorher damit an, eine Urlaubsliste zu füllen und Besorgungen wie Sonnencreme, Strandspielzeug, passende Klamotten, etc. zu machen. Kurz vor dem Urlaub fällt eh genug an, dann brauchst du dir darüber keine Gedanken zu machen.

Auch eine Packliste ist ein super Helferlein, um die Urlaubsvorbereitungen entspannter zu gestalten. Wir haben inzwischen eine simple Excel-Datei, die wir immer wieder hervorholen und je nach Urlaub anpassen.

Fange schon vor dem Urlaub an, den Urlaub zu genießen!

Vorfreude ist ja einfach etwas Schönes und gibt ganz viel Energie. Was kannst du tun, um dich rechtzeitig auf den Urlaub einzustimmen? Gibt es Musik, die du mit dem Urlaubsziel verbindest? Kannst du in Reiseführen schmökern? Hast du ein Foto vom Urlaubsort, dass du dir zur Vorfreude aufhängen kannst? Einstimmen und Vorfreude genießen

Baue ganz strategisch „Urlaubs-Vorfreude-Kleinigkeiten“ in deinen Alltag ein. Gerade in stressiger Vorurlaubszeit helfen dir diese, dich auf den Urlaub zu freuen und mit der Vorfreude den Alltag etwas leichter werden zu lassen.

Urlaub genießen

Im Urlaub: so klappt es mit dem Erholen und Genießen

Orientiere dich am Ziel, den Urlaub zu genießen und Batterien aufzuladen

Im Urlaub sollte es nicht darum gehen, To Do’s zu erledigen und vor allem nicht fremden Erwartungen gerecht zu werden. Der Urlaub ist dazu da, dass du entspannen und auftanken kannst.

Denk dran: Die größten Enttäuschungen und Stressfaktoren im Urlaub haben tatsächlich mit nicht erfüllten und zu hohen Erwartungen zu tun.

Erinnere dich immer wieder an den Punkt von vorher: was ist für dich wichtig? Welche Erwartungen hast du an den Tag? Was ist realistisch?

Wenn du mit der Familie in den Urlaub fährst, gerade mit kleineren Kindern, gilt umso mehr: überplane dich nicht, um nicht zusätzlichen Stress zu generieren. Gucke auch auf deine Bedürfnisse und erlaube dir, dir Zeiten für das einzuräumen, was dir gut tut!

Lass los vom Alltag

Um richtig erholen zu können, ist es wichtig, dass du so viel du kannst vom Alltag loslässt.

In der Fachsprache heißt das „Detachment“. Was ist damit gemeint? Für gute Erholung ist es wichtig, dass du den Kopf frei kriegst. Wenn du immer wieder in deine Arbeitsemails schaust oder telefonisch für die Kollegen erreichbar bist, ist es deutlich schwieriger abzuschalten.

Wenn es dir irgendwie möglich ist: sei nicht erreichbar! Und wenn du erreichbar sein musst, dann entscheide dich für bestimmte Zeiten, in denen du „nach der Arbeit schaust“ und sei es nicht permanent.

Und auch die privaten Dinge: wenn dir im Urlaub etwas einfällt, was dringend zu Hause erledigt werden sollte, schreib es auf eine Liste. Die kannst du dann, wieder zu Hause, angehen.Lass auch so viel du kannst dein Handy liegen. Verbringe nicht die Zeit mit sozialen Medien und Nachrichten, sondern mit dem, was dir wirklich guttut.

Für Familien und Paare: Care-Arbeit aufteilen!

Unabhängig von der Rollenverteilung, für die ihr euch entschieden habt: im Urlaub gelten andere Regeln! Teilt die „Arbeit“, die anfällt, unter Euch auf. Nur weil jemand sonst für das Kochen und Einkaufen zuständig ist, muss er diese Aufgabe nicht im Urlaub übernehmen.

Stellt euch gemeinsam die Fragen:

wie können wir es bewusst einmal anders machen?

Wie können wir aus den „To Dos“ sogar Erlebnisse machen?

Beispielsweise kann einer gemeinsame Erlebnisse mit den Kids sammeln, während der andere die Zeit für ein gutes Buch oder eine Stadterkundung nutzt.

Um den Urlaub wirklich zu genießen: sei im Moment

Genieße so viel du kannst den Moment! Das sind die Momente, die nachher deine Erinnerung und deine Erholung ausmachen.

Stell dir vor, du bist ein Schatzsucher: sammele viele kleine Momente im Urlaub, die dich glücklich machen. Ein gutes Essen, unverplant in den Tag hineinleben, eine interessante Begegnung, ein Nickerchen in der Mittagssonne, gedankenlos eine Sandburg bauen oder Muscheln sammeln, das Erkunden einer neuen Stadt, … Was auch immer es ist – genieße es!

Gönne dir, dass du nicht alles durchplanst. So kann tolles entstehen. Und blende, wo möglich, die Zeit ruhig mal aus. Laß die Armbanduhr und das Handy zu Hause.

Nach dem Urlaub: was tun, damit die Erholung aus dem Urlaub nicht gleich verpufft?

Auch das kennen viele: im Urlaub gut erholt, zu Hause angekommen, geht der Alltagsstress wieder los. Was kannst du dafür tun, dass du die Erholung möglichst lange mitnehmen kannst?

Nach dem Urlaub: erst einmal ankommen!

Wenn es dir möglich ist, starte zu Hause nicht gleich „mit dem Alltag“. Vor allem beruflich: plane einen Tag mehr Urlaub ein, bevor du zurück ins Büro gehst.

Starte da, wo möglich, langsam.

Beruflich blockst du am besten vor dem Urlaub, den ersten Arbeitstag. Damit du in Ruhe ankommen und aufarbeiten kannst.

Setze dir bewusste Urlaubserinnerungen

Was kann dich an „dieses Urlaubsfeeling“ erinnern? Ist es der Geruch der Sonnencreme? Ein bestimmtes Urlaubsfoto? Eine gesammelte Muschel oder ein neues Gericht?

Überlege dir, was dich an den Urlaub erinnert – vor allem an die Momente, in denen du den Urlaub besonders genossen kannst. Und dann baue diese Dinge ganz bewusst in deinen Alltag ein, so dass sie dich daran erinnern.

Vielleicht kannst du dir ein Urlaubsfoto aufhängen. Oder einmal im Monat dieses Gericht kochen.

Wenn du die Erinnerung siehst, halte einen Moment inne und genieße!

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert