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Das Mindset, das du brauchst, um endlich Zeit für das zu haben, was dir wichtig ist!

„Wie machst du das, dass du so viel Sport machst? Du hast doch auch zwei Kinder und arbeitest. Dafür habe ich echt keine Zeit!“ Diese Sätze habe ich schon sehr oft gehört.

Das Thema „Zeit haben“ bzw. „keine Zeit haben“ begegnet mir sehr häufig. Und nicht nur in meinen Seminaren zum Zeitmanagement.

Es gibt etwas, was die meisten meiner wundervollen Kundinnen verbindet. Meine Kundinnen sind „Macher“. Sie tun eine ganze Menge (tagsüber und mit Kindern häufig auch noch Nachts…). Sie erfüllen viele Rollen: sind Frau, Freundin, Mutter, Berufstätige, Führungskraft, Engagierte, Alltagsheldin, Zuhörerin, …  Sie entwickeln sich weiter, machen Weiterbildungen, sind vielseitig interessiert. Sie haben unzählig viele Dinge auf ihren To Do Listen. Sie haben meistens mehr zu tun als sie an einem Tag schaffen können. Und vor allem: sie haben hohe Ansprüche an sich selbst.

Erkennst du dich wieder?

Dafür habe ich keine Zeit mehr

JMS Coaching

Die ganze Zeit beschäftigt, eine Sache nach der anderen erledigen.

Und dann gibt es immer noch mehr Dinge, die auch noch getan werden könnten: das Wohnzimmer, das nicht aufgeräumt ist. Die Freundin, die zurückgerufen werden will. Das Geschenk, das noch besorgt werden muss. Der Kleiderschrank der Kids, der dringend aussortiert werden sollte. Und und und …

Mindset Zeitmanagement

Und wo ist die Zeit für die Dinge, die du gerne für dich tun würdest? Das Buch lesen. Die Fremdsprache lernen. Die Weiterbildung machen. Fitter werden. Gesünder kochen.

Dafür hast du keine Zeit mehr. Oder wenig. Oder auch keine Energie mehr.

„Dafür habe ich einfach keine Zeit … ich muss erst noch …!“

Und wenn du dann wie die meisten von uns bist, siehst du auch vor allem die Dinge, die du nicht geschafft hast. (was übrigens das „default“-setting unseres Gehirns ist – wenn es dich interessiert, kannst du in diesem Blogartikel „Positiv denken“ mehr dazu lesen).

Vielleicht machst du dir sogar Vorwürfe, dass du nicht genug schaffst. Oder du beschwerst dich darüber, dass du so viel zu tun hast. Beides ist sehr kontraproduktiv, weil du damit dein Stresssystem noch mehr aktivierst. Der emotionale Ballast wird größer und du bist noch mehr gestresst.

Aber wie kommst du da raus? Schließlich gibt es nun mal nur eine bestimmte Zeit zur Verfügung – und soooo viele Dinge, die getan werden wollen.

Es sind vor allem zwei Dinge, die einen immensen Unterschied in deinem Zeitmanagement, aber auch für deine Zufriedenheit, ja sogar Lebensqualität machen.

Dein Mindset im Hinblick auf Zeit und das Wissen darüber, was wirklich wichtig ist. Das sind die Schlüssel.

Das Mindset: Keine Zeit haben versus keine Zeit nehmen

„Wie machst du das, dass du so viel Sport machst? Du hast doch auch zwei Kinder und arbeitest. Dafür habe ich echt keine Zeit!“

Meine Antwort „Dafür nehme ich mir die Zeit. Weil es mir sehr wichtig ist!“ Für mich ist Sport eine Energiequelle (ja, auch wenn es anstrengend ist 😉 ). Ich brauche sportliche Betätigung für alles andere in meinem Alltag, ganz besonders auch für meine Laune.

Zeit haben

Wahrscheinlich fragst du dich jetzt: und wo ist da der große Unterschied? Ich habe keine Zeit oder ich nehme mir keine Zeit?

Sprachlich ist der Unterschied nur klein, aber er hat enorme Auswirkungen auf deine Gedanken, deine Wahrnehmung, deine Gefühle und dein Verhalten. Sprache hat eine Signalwirkung an unseren Körper.

Sprich es mal laut aus:

Ich habe keine Zeit!

Ich nehme mir keine Zeit!

Bei dem ersten bist du abhängig von äußeren Umständen. Du bist getrieben. Ja vielleicht sogar im Hamsterrad. Es spiegelt eine passive Haltung wider: ich kann nicht, weil ich muss ja …!  Und groß sind die Folgen für dein weiteres Verhalten: wenn du musst und nicht kannst, dann wirst du auch nichts ändern. Es ist halt so. Du hast einfach keine Zeit. Du hast zu viel zu tun.

Keine Zeit nehmen

Bei dem zweiten Satz übernimmst du Verantwortung für deine Entscheidungen. Und ja, du hast Entscheidungen so getroffen, dass sie dich dahin geführt haben, wo du jetzt bist.

Und auch jetzt kannst du die bewusste Entscheidung treffen, wie du mit deiner Zeit umgehen möchtest. Wofür möchtest du diese wertvolle Gut einsetzen?

Wenn du sagst: „ich nehme mir dafür keine Zeit“,  hat es eine komplett andere Signalwirkung an den Körper – an deine Gedanken, deine Wahrnehmung, deine Gefühle, dein Verhalten.

Es impliziert nämlich folgendes:

  • Du nimmst dir die Zeit, um etwas anderes zu tun.
  • Du kannst es jederzeit ändern.

Und bevor du jetzt wütend auf deine Tastatur haust oder kurz davor bist, dein Handy gegen die Wand zu schmeißen, ließ noch ein wenig weiter.

Ja, ich verstehe dich. Ich habe auch Verpflichtungen. Ich weiß, was es bedeutet, sich um Kinder kümmern zu müssen. Oder einen verantwortungsvollen Job zu haben. Ich weiß, was es bedeutet, wenn andere Menschen von mir abhängig sind. Je nachdem in welcher Lebensphase du dich befindest, gibt es unterschiedliche Dinge „die zu tun sind“ – und manche fühlen sich nicht an, als ob du eine Wahl hättest. Aber alles ist eine Folge von Entscheidungen, die du triffst oder getroffen hast.

JMS Coaching

There is always time for what is most important!

Marie Forleo

Verantwortung für die Verwendung der eigenen Zeit übernehmen

Wenn du die Verantwortung übernimmst, hast du auch die Macht es zu ändern.

Du bist verantwortlich dafür, wie du deine eigene Zeit einsetzt und erlebst.

Lass mich dir noch ein Beispiel geben:

„Ich habe keine Zeit, weil meine Kinder ständig was von mir wollen. Ich muss Hausaufgaben kontrollieren, sie zum Sport bringen, abends für sie da sein!“ Das ist passiv. Ich kann ja nix ändern. Die Umstände sind so. Ich kann mich allenfalls noch drüber aufregen, was es statt besser nur schlimmer macht.

Wie sieht es aus, wenn ich Verantwortung für meine Entscheidungen übernehmen?

„Ich habe mich dafür entschieden, meine Kinder nicht jeden Tag bis zur Schließzeit in die Kita und in die Schule zu bringen. Ich habe mich dafür entschieden, meinen Kindern nachmittags Sport zu ermöglichen. Das waren unsere Entscheidungen. Wieso? Weil mir das wichtig ist. Hat das Konsequenzen für mich? Ja, die hat es. Das bedeutet zum Beispiel auch für mich, dass ich morgens früh oder abends spät meinen eigenen Sport mache. Wieso? Weil das mir auch wichtig ist. Aber es eben zu bestimmten Zeiten in dieser Lebensphase nicht geht.

Ich nehme mir Zeit für …

Für … nehme ich mir keine Zeit.

Wenn du so denkst, dann wechselst du in den Fahrersitz. Dann bist du diejenige, die Entscheidungen trifft. Und die Dinge verändern kann.

Und was ist wirklich wichtig?

Und was ist wirklich wichtig? Wofür nutze ich dann meine Zeit?

Das sind super Fragen. Sogar mehr als das. Zu wissen, was für dich wichtig ist, hilft dir dabei, die für dich richtigen Entscheidungen zu treffen. Es ist ein elementarer Baustein davon, ein zufriedenes und erfülltes Leben zu leben.

Diesen Fragen und der Frage danach, wie du dann „richtige“ Prioritäten setzen kannst, werden wir in einem der nächsten Blogartikel nachgehen.

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Übung und Transfer

  • Was würdest du gerne tun, hast aber keine Zeit dafür?
  • Welche Entschuldigungen hast du dafür, dass du keine Zeit hast?
  • Auf einer Skala von 1-10: wie wichtig ist dir diese Sache?
  • Versuche eine Woche in deinem Alltag ganz konsequent die aktive Sprache zu verwenden. Probiere es aus und nehme war, welche Wirkung es auf dich hat!
    • Dafür nehme ich mir keine Zeit.
    • Das hat gerade keine Priorität für mich.
    • Dafür nehme ich mir die Zeit, weil es mir wichtig ist.
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2 Kommentare

  1. Liebe Julia,
    danke für deinen Newsletter. Du sprichst mir aus dem Herzen und ich fühle mich auch hier wieder sehr angesprochen. Schön ist, dass du konkrete Ansätze benennst und man sich des eigenen Verhaltens bewusst wird. Ich werde versuchen es umzusetzen.
    Andrea

    1. Liebe Andrea, ich freue mich immer sehr, wenn meine Inhalte weiterbringen! Danke für das tolle Feedback!

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