Stresssymptome
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Stresssymptome – die Folgen von Stress

Was heißt Stress eigentlich? Das, was wir umgangssprachlich mit Stress meinen, sind meistens die Folgen von Stress. Also die Stresssymptome. Das, was im Körper passiert. Das, was wir spüren. Körperlich und Psychisch.

In dem Blogartikel „Gelassen durch die Weihnachtszeit“  habe ich dir ein bekanntes Stressmodell vorgestellt. Das unterscheidet in Stressoren, persönliche Stressverstärker und Stressreaktionen. Lass uns die Stressreaktionen genauer anschauen. Was passiert in und mit deinem Körper, wenn eine Stressreaktion ausgelöst wird?

Stresssymptome

Stresssymptome und Stressreaktionen

Körperlich wird bei einer Stressreaktion eine Folge von neurologischer und hormoneller Prozesse aktiviert, die physiologische Veränderungen auslösen:

  • Die Muskeln werden stärker durchblutet und die Muskelspannung erhöht sich
  • Das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt und die Atmung beschleunigt sich
  • Die Schmerzempfindlichkeit nimmt ab
  • Das Gehirn wird stärker durchblutet, die Aufmerksamkeit erhöht, die Sinne sind geschärft
  • Andere Systeme, die jetzt nicht benötigt werden, um dem Stressor zu begegnen, verringern ihre Leistung: die Verdauung wird langsamer, die Libido reduziert.

Wenn du dir die körperlichen Reaktionen auf einen Stressor anschaust, siehst Du, dass Stress zunächst einmal nichts Negatives ist. Im Gegenteil. Dein Körper ist evolutionär gut darauf eingestellt, auf akuten Stress zu reagieren. Er macht dich für den Moment sogar leistungsfähiger.

 Es gibt viele Studien zu den positiven Auswirkungen zu Stress. Als ganz entscheidend hat sich dabei die positive Einstellung Stress gegenüber herausgestellt. Wer sich dafür interessiert, dem empfehle ich das Buch von Kelly McGonigal Glücksfaktor Stress.

ABER: es ist sehr wichtig, dass nach der Phase des Stress, also der körperlichen Anspannung, auch eine Phase der Entspannung folgt!!!

Problematisch wird es dann, wenn die Phase der Anspannung, also die Phase des Stresses zu lange andauert bzw. es zu wenig Phasen der Entspannung gibt. Dein Körper braucht Phasen der Entspannung, um die Stressreaktionen im Körper wieder abzubauen. Sonst kommt es zu langfristigen Stressfolgen.

Du kennst wahrscheinlich noch weitere Stressreaktionen deines Körpers. Diese sind auf Verhaltensebene, kognitiv und emotional. Zum Beispiel: geändertes Verhalten wie z.B. hastiges Essen oder unkoordiniertes Arbeitsverhalten, gereizte Stimmung, innere Unruhe, Gefühle der Unzufriedenheit, etc.

Langfristige Stressfolgen

Was passiert, wenn du nicht entsprechend mit der Stressreaktion umgehst? Also eine Phase der Entspannung den körperlichen Reaktionen entgegensetzt? Langfristige Folgen von Stress können sehr gravierend sein. Mit erhöhtem Stress werden in Verbindung gebracht:

Störungen der kognitiven Leistungsfähigkeit, Depressionen, Tinitus, Muskelverspannungen, Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Magen-Darmbeschwerden, Schlafstörungen, Fehlregulationen des Immunsystems, … .

Erschöpfung

Das heißt nicht, dass Stress diese Dinge immer auslöst! Aber es besteht eine hohe Korrelationen zwischen ihnen.

Was tun bei Stress?

Entscheiden ist also bei Stress, dass du lernst mit ihm umzugehen! Du wirst Stress nie umgehen können! Das wäre auch gar nicht sinnvoll. Statt dessen ist es wichtig, ein gutes Stressmanagement zu lernen.

Wie ich in dem Artikel „Das richtige Stressmanagement wählen“ beschrieben habe, ist für Stressmanagement immer wichtig, dass es auf mehreren Ebenen stattfindet. Es ist wichtig, dort wo es möglich ist, etwas gegen den Stressor zu unternehmen. Ideen dazu findest du in dem genannten Artikel. Man kann an sich selber und seinen stressverschärfenden Einstellungen und Gedankenmustern arbeiten.

Und es ist ganz wichtig, an den Stressreaktionen zu arbeiten! Also für genügend Phasen der Entspannung zu sorgen! Sich mit dem Stressor und den Stressreaktionen zu beschäftigen sind 2 voneinander unabhängige Dinge!!! Man spricht auch davon „Den Stresszyklus zu beenden!“

Erholung

Wie tust du das?

Um für dich Anregungen für die richtige Erholung von Stress zu finden, kannst du in meinen Artikeln „so klappt das mit der Erholung“ und „Wie du mit den richtigen Auszeiten im Alltag Stress abbaust“ nachlesen.

Und in diesem Artikel „7 Tipps für akuten Stressabbau“ beschreibe ich Dir ganz einfache und effektive Maßnahmen, um Stressreaktionen im Körper akut zu beenden.

Dein Transfer

  • Welche Stressreaktionen kennst du von dir? Vervollständige den Satz: „Wenn ich im Stress bin, dann …“
  • Was tust du für dich, um mit den Stressreaktionen umzugehen?
  • Welche neuen Ideen kannst du für dich mitnehmen?
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