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Dein persönlicher & etwas anderer Jahresrückblick

Wieso ein Jahresrückblick? Und wieso ein etwas „anderer“?

Viele Menschen nutzen den neuen Jahresstart dazu, sich Ziele für das neue Jahr zu setzen. Es ist ein guter Zeitpunkt, sich Dinge vorzunehmen, die man verändern möchte. 

Einige verbinden einen Jahresausblick auch mit einem Rückblick. Sie schauen dann, was nicht so gut gelaufen ist und was sie verbessern können. 

Ich finde einen Jahresrückblick sehr wichtig. Es lohnt sich, immer mal wieder inne zu halten und nach hinten zu schauen. Darüber nachzudenken, wie die Dinge gelaufen sind und was sich verändern lässt. Ein sinnvoller Schritt, bevor neue Pläne geschmiedet werden.

Nur wird bei einem Rückblick – wie er meistens gemacht wird – darauf fokussiert, was nicht so gut gelaufen ist. Und somit sehr, sehr viel Potenzial verschenkt.

Reflexion

Du bist jemand, der sich mit sich und seiner Weiterentwicklung beschäftigt. Der aus Fehlern lernen will, der besser werden will, der Ziele erreichen möchte. 

Du reflektierst: du hinterfragst dich und arbeitest an dir. Das ist der Grundstein für Weiterentwicklung.

Weißt du, was gerade für diese Menschen typisch ist? Sie sind sehr selbstkritisch. 

Vielleicht kommt dir folgendes bekannt vor? Ist eine Sache erreicht, siehst du die vielen Dinge, die noch offen sind. Hast du etwas geschafft, fragst du dich, was du beim nächsten Mal besser machen kannst. Du hast so viele Stärken und lenkst deinen Fokus immer wieder auf die Dinge, die du an dir nicht so gut findest.

Meistens liegt das daran, dass wir es nicht anders gelernt haben. Drei Faktoren spielen dabei eine besonders große Rolle.

Besser stärken stärken als Schwächen verbessern!

Das ist genau das Gegenteil von dem, was wir beigebracht bekommen. Schon bei kleinen Kindern wird schnell der Fokus auf die Bereiche gelegt, in denen sie nicht weit genug entwickelt sind und was sie „lernen“ sollten. In der Schule geht es häufig darum, die schlechten Noten auszubessern, nicht die Guten noch besser zu machen. Und so weiter. Kein Wunder, dass wir einen guten Blick dafür entwickeln, was nicht gut läuft. Und dann lernen wir auch noch so doofe Sätze wie „Eigenlob stinkt!“ … 

Ich sage nicht, dass ein kritischer Blick nicht wichtig und hilfreich ist. Ein kritischer Blick ist notwendig für Verbesserung. Aber der Fokus ist entscheidend!

Die Neurowissenschaften haben seit einiger Zeit herausgefunden, dass nachhaltiges Lernen am Besten in einer positiven Grundhaltung funktioniert. Etwas, was du mit Sicherheit schon lange aus eigener Erfahrung kennst. Bist du gut drauf, möchtest du etwas wirklich aus dem Herzen heraus erreichen, hast du ein unterstützendes Umfeld: schon geht der Turbo für deine Entwicklung an. 

Die moderne Persönlichkeitsentwicklung geht ebenfalls seit einiger Zeit den Weg: weg von einer Defizit-Orientierung zu einer Ressourcenorientierten Sichtweise.

Den Blick auf das Positive lenken

Ist leider nicht immer so leicht getan wie gesagt. Evolutionär ist unser Gehirn darauf ausgerichtet, den Fokus auf Negatives zu legen und dieses besser zu behalten. Der Neurologe Dr. Rick Hanson bringt es so auf den Punkt „Unser Gehirn ist für Positives wie Teflon, für Negatives wie Klettband!“. Negativitäts-Verzerrung unseres Gehirns nennt sich das.

Wir müssen quasi bewusst dagegen arbeiten. Es ist eben für unser Gehirn sehr leicht, das zu sehen, was nicht gut gelaufen ist. Das bleibt uns viel einfacher im Gedächtnis. Wir müssen aktiv daran arbeiten, das Positive im Gedächtnis zu behalten. 

Erfolge feiern

Und damit meine ich nicht, dass wir uns ab und an Zeit nehmen, um große Meilensteine in unserem Leben wie beispielsweise einen Schulabschluss zu feiern. Sondern das Wertschätzen der vielen kleinen Erfolge, die wir jeden Tag haben und schon gar nicht mehr bemerken. Häufig gehen wir über sie hinweg. 

Wieso ist das so? Na ja, du hast ja schon gesehen, wie gewohnt wir sind, den Blick auf unsere vermeintlichen Schwächen zu lenken. Und auf Negatives zu fokussieren. 

Was ist mit all den kleinen und größeren Dingen, die dir am Tag gelingen? Die gut laufen und dir Freude bereiten? Ja, das sind meistens die Dinge, die du meist nur flüchtig wahrnimmst, wenn überhaupt. Die laufen und ganz selbstverständlich erscheinen. 

Auf meiner „Erfolge-Liste“ landen dieses Jahr zum Beispiel all die Dinge aus dem Alltag, auf die ich stolz bin, weil ich sie trotz Corona-Pandemie so gut hingekriegt habe. Das sind Dinge wie „mein Sportprogramm dieses Jahr“ oder „die Aufmerksamkeit, die ich trotz Vielfachbelastung jeden Tag meinen Kindern geschenkt habe“. Nein, das sind alles keine Selbstverständlichkeiten.

Und zum Erfolge feiern brauchen wir nicht immer das Glas Sekt (obwohl ich das ja auch sehr gerne trinke 😉). Es reichen Momente der Wertschätzung, des Anerkennens, der Ruhe, des Zufriedenseins, des Genießens.

Lass uns gemeinsam zurückblicken!

Wenn du genug von Nörgeleien hast, was besser sein könnte. Wenn du nächstes Jahr positiv starten möchtest. Wenn du dich gut aufstellen möchtest für deine weitere Entwicklung. Wenn du eine gute Grundlage dafür bilden möchtest, Ziele zu setzen und diese zu erreichen, dann 

lade ich dich ein, einen ressourcenorientierten Jahresrückblick mit mir zu machen!

Und zwar dieses Jahr: ausschließlich ressourcenorientiert und positiv!

Wir schauen nicht auf das, was nicht gelungen ist. Nicht auf die Ziele, die du nicht erreicht hast. Sondern ausschließlich positiv – in 3 Schritten.

Schnapp dir eine Tasse Tee oder Kaffee (oder auch den Sekt 😉) und beantworte die folgenden Fragen.

Reflexion

Probiere es aus, schaue, was es mit dir macht & wie es sich anfühlt! Und geniesse das Gefühl!

Dein Jahresrückblick

  • Was ist mir dieses Jahr gut gelungen? 
  • Was waren dieses Jahr meine Herausforderungen? Was habe ich getan, um diese zu meistern?
  • Was lerne ich daraus für das nächste Jahr? 

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